Hochschulbündniss

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Allgemeines

Das Hochschulbündnis Magdeburg - Stendal gibt es seit dem Frühjahr 2013. Alles begann mit einem Treffen engagierter Studierender und Vertretenden aus verschiedenen studentischen Gremien (Studierendenrat und Fachschaftsräte). Warum haben wir uns damals eigentlich getroffen? Dies lässt sich kurz und knapp beantworten: Wir waren sauer! Weshalb und auf wen? Dies zu erklären bedarf etwas mehr Worte: Die Landesregierung hier in Sachsen-Anhalt sah vor, den Hochschulen ab 2015 bis 2025 insgesamt 275 Millionen Euro zu streichen. Diese Einschnitte hätten zu einem radikalen Qualitätsverlust in Forschung und Lehre sowie zu einer massiven Verschlechterung der Studienbedingungen geführt. Auch der Bericht vom Wissenschaftsrat hat diese Kürzungen zum Teil unterstützt, wobei dieser Bericht qualitativ in Frage gestellt werden darf. Damit noch nicht genug, so wurde die damalige Wirtschafts- und Wissenschaftsministerin Birgitta Wolff (CDU), welche auch Professorin an der OvGU war, per Telefonat gefeuert. Grund war ein gestörtes Vertrauensverhältnis, weil Frau Wolff nicht mit den Sparplänen des Ministerpräsidenten Reiner Haseloff (CDU) und des Finanzministers Jens Bullerjahn (SPD) Sachsen-Anhalts einverstanden war. Nachfolger von Frau Wolff sollte der ehemalige niedersächsische Finanzminister Hartmut Möllring (CDU) werden, übrigens Platz 15/15 bei der Wahl zum Wissenschaftsministers des Jahres 2014, wohingegen Frau Wolff 2011 und 2012 Platz 1 belegte und 2013 Platz 2. Als Reaktion auf diese Kürzungspläne gründeten wir das Hochschulbündnis Magdeburg - Stendal.

Anfangs haben wir uns vermehrt darauf konzentriert, den Menschen klar zu machen was diese Kürzungen als Folge hätten: Schließungen von Instituten bis hin zu einer ganzen Fakultät! Dies hätte auch eine drastische Auswirkung auf das Studienangebot gehabt. Es wären Studien- und Arbeitsplätze verloren gegangen, die sich ein zukunftsorientiertes Sachsen-Anhalt nicht leisten konnte, denn: Hochschulen sind Sachsen-Anhalts Zukunft! Nach diversen Aktionen und einer Petition zur Erhaltung der Hochschulmedizin gab es am 29. Mai 2013 in Zusammenarbeit mit den beiden Hochschulstandorten hier in Magdeburg, der Universitätsklinik, Kulturschaffenden und der Stadt Magdeburg eine Großdemonstration mit 10.000 Menschen. Die größte Demo in Magdeburg seit der Wende! Auch unserem Engagement und Durchhaltevermögen ist es zu verdanken, dass die geplanten Kürzungen in Höhe von 275 Millionen Euro vom Tisch sind. Im November 2013 kam es zwischen der Landesrektorenkonferenz und der Landesregierung zu dem “Bernburger Frieden”, bei dem vereinbart wurde den Hochschuletat 2015 um 5 Millionen Euro zu kürzen und dann bis 2019 bei einer Höhe von 315 Millionen Euro einzufrieren. Im Anschluß wären von 2020 bis 2024 ein Einsparvolumen von acht bis zehn Millionen Euro vereinbart. Nach den ursprünglichen 275 Millionen Euro wären dann also nur ca. 75 Millionen Euro gespart, immernoch eine in unseren Augen viel zu hohe Summe! Weiterhin wurde es den Hochschulen aufgetragen einen “eigenen” Entwicklungsplan bis Mitte 2014 der Landesregierung vorzulegen, in welchen sich die Hochschulen dem von der Landesregierung gewünschtem Profil, nämlich wirtschaftlich profitabel, anpassen. Die Hochschulen dürfen somit selber festlegen, welche Körperteile sie sich amputieren lassen. Anfang des Jahres 2014 gab es dann erneut einen lauten Knall, als aus dem Wissenschaftsministerium ein neues Papier mit Strukturvorschlägen für die OvGU bekannt wurde. So sollte an der OvGU die komplette Fakultät für Humanwissenschaft geschlossen werden. Somit wäre die OvGU die erste nicht-technische Universität in Deutschland ohne Germanistik und weiteren Geistes- und Sozialwissenschaften. Außerdem wurde so die Absprache gebrochen, dass die Hochschulen selber erarbeiten sollen wie sie die Einsparungen realisieren und sich in Zukunft aufstellen. Und erneut haben wir in Zusammenarbeit mit anderen Bündnissen unserem Unmut Gehör verschafft. Recht schnell wurde dann von Seiten des Wissenschaftsministeriums eingelenkt und von einem “Entwurf” gesprochen, der “nie realisiert” werden sollte. Nun bleibt es abzuwarten, was die Hochschulen in ihren Entwicklungsplänen vorweisen können und wie die Landesregierung damit umgehen wird. An der OvGU gibt es eine eigens dafür geschaffene Kommission, welche sich mit der zukünftigen Profilierung der Uni beschäftigt. In dieser Kommission haben wir es in enger Zusammenarbeit mit dem Studierendenrat geschafft, auch 3 studentische Vertreter mit einzubringen. Diese können so auch die studentischen Interessen vertreten und helfen sie zu bewahren. Mittlerweile sind wir nicht mehr nur engagierte Studierende oder Vertretende der studentischen Gremien, sondern haben vielmehr auch Mitglieder von Parteijugenden, Gewerkschaften, Mitarbeiter der Hochschulen wie auch Mitglieder des Personalrates in unseren Reihen der Unterstützer. Als unseren größten Unterstützer und Förderer sei an dieser Stelle der Studierendenrat der OvGU genannt. Auch haben wir uns bei dem Bildungsstreik14 beteiligt und Kontakte zu vielen weiteren bundesweiten Bündnissen geschaffen. So waren wir auf den Vernetzungstreffen anwesend. Eines dieser Treffen fand auch hier in Magdeburg statt. Im Rahmen von mehreren bundesweiten Aktionstagen, z.B. am 22.05.14 oder der Großdemo in Leipzig am 25.06.14, konnten wir uns auch auf Bundesebene Gehör verschaffen. Trotz unserer Erfolge sind die Kürzungspläne immernoch aktuell. Wir vom Hochschulbündnis Magdeburg - Stendal setzen uns weiterhin für unsere Forderungen ein, nämlich: - Eine volle Ausfinanzierung aller Hochschulen im Land Sachsen-Anhalt! - Eine Verbesserung der Arbeitsbedingungen der Lehrenden und Mitarbeitenden! - Die Schaffung einer freien und demokratischen Hochschullandschaft, die weder privatwirtschaftlichen Akteuren noch von politischen Partikularinteressen abhängig ist. - Eine Schaffung von materiellen Bedingungen, die es Studierenden ermöglichen, unabhängig von ihrer soziokulturellen Herkunft ein Studium entsprechend ihrer Neigungen erfolgreich zu absolvieren. - Eine Abschaffung von Gesetzen und Institutionen, die diesen Forderungen entgegenstehen (z.B. das Kooperationsverbot von Bund und Ländern).

Wir sind bemüht weiterhin gesellschaftlichen Druck zu erzugen, um die Landesregierung von ihrer bisherigen Politik abzubringen. Dabei sind wir nicht auf bestimmte Aktionsformen festgelegt und sind immer offen für kreative Ideen. Je mehr Unterstützer wir haben, desto effektiver können wir unser Anliegen vertreten und durchsetzen. Wir freuen uns stets über neue Menschen, die sich uns anschließen oder aber unterstützen wollen. Eine festgelegte politische Linie gibt es bei uns nicht, wir sind stets konsensorientiert. Jedoch sollte klar sein, dass wir für faschistisches, rassistisches, sexistisches oder sonstiges diskriminierendes Gedankengut keinen Platz haben. Wie kannst Du bei uns mitmachen? Indem Du einfach zu einem unserer Treffen kommst, welche auf unserer Facebook-Präsenz (facebook.com/HochschulbuendnisMagdeburgStendal) oder auf unserer Homepage (hochschulbuendnis-md.de) angekündigt werden. Du kannst Dich auch in unseren Mailverteiler (http://faraweb.cs.uni-magdeburg.de/mailman/listinfo/protesterat-vernetzung) eintragen, über den wir die wichtigsten Infos zur Kürzungsproblematik und zu unseren Aktionen verbreiten. Und Du kannst natürlich bei unseren Aktionen mitmachen und uns dort gern persönlich ansprechen, jede solidarische Hilfe ist bei uns herzlich willkommen.

Für mehr Infos: http://hochschulbuendnis-md.de

Aktionen

Demos

How to Demoorga

Für eine gelungene Demo müssen im Vorfeld einige zumeist organisatorische Dinge abgeklärt werden. Zu allererst sollte natürlich ein genaues Thema stehen unter welchem die Demo laufen soll. Damit verbunden sind die Personenkreise die dadurch angesprochen und mobilisiert werden soll.

  • Redner*innen max 6 insgesamt max. 30 min.
  • Demoroute nicht abhängig von Polizei! Polizei genehmigt nicht, sondern macht möglich!
  • Ansprechpartner: Frau Thiedtke Jahr

Die Anmeldung bei der Polizei an: nancy.tiedtke-jahr@polizei.sachsen-anhalt.de mit der Datei Anmeldung einer versammlungsrechtlichen Veranstaltung